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Engelbert Klüpfel (1733 - 1811) bedeutender Theologieprofessor mit vielen Lehrstühlen an berühmten Universitäten. |
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Geburtshaus des Engelbert Klüpfel |
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Biographie
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1733 in Wipfeld geboren, erkannten seine Eltern schon bald die besondere Begabung ihres Sohnes und schickten ihn auf ein Gymnasium nach Würzburg, wo er von 1743 bis 1748 besonders die lateinische Sprache mit großen Eifer erlernte. Seine intensive Beschäftigung mit philosophischen Fragen erweckte in ihm den Wunsch, in einen Orden einzutreten. Nachdem er zwischen 1748 und 1750 einen philosophischen Kurs an der Universität Würzburg erfolgreich absolviert hatte, trat er den Augustinereremiten bei und legte nach seinem Noviziat am 14. November 1751 das Gelübde ab. Dabei erhielt er den Ordensnamen Engelbert. In den folgenden Jahren vertiefte er sich in seine theologischen Studien in den Klöstern von Freiburg (Schweiz) und Erfurt, ehe er im April 1756, dem Geburtsjahr Mozarts, in Konstanz zum Priester geweiht wurde.
Seine hervorragenden Abschlüsse und ersten Veröffentlichungen wurden von Wissenschaftlern stark beachtet und waren vielfach Themen öffentlicher Disputationen. Sein Hauptwerk bildeten hierbei die "Assertiones theologicae" (Theologische Sätze), die von der Regierung als Gegengewicht zur überwiegend jesuitischen Lehrauffassung herangezogen wurden. Aufgrund dieser Arbeit bestellte man ihn zum Professor für Dogmatik an der Universität Freiburg (Breisgau), wo er 1767 mit dem Thema "De statu naturae purae" zum Doktor der Theologie promovierte. Diese Dissertation blieb jedoch nicht unangefochten, so dass er sich in einer weiteren Doktorarbeit verteidigen musste. Mehrere Lehrstühle an in- und ausländischen Hochschulen wurde ihm angeboten die er jedoch alle ablehnte. Er arbeitete lieber im Stillen und setzte seine außerordentliche Redegewandtheit nur zur Verteidigung seiner theologischen Schriften ein.
Klüpfel genoss sowohl als Dozent, wie auch als Schriftsteller in weiten Kreisen großes Ansehen. Man rühmte seinen eleganten lateinischen Stil und schätzte ihn als hervorragenden Lehrer. Mit am bekanntesten wurde sein "Lehrbuch der Dogmatik", welches Jahrzehnte in allen theologischen Lehranstalten Österreichs und vielfach auch anderwärts eingeführt war. Besonders erwähnt werden muss natürlich seine Zusammenfassung und Herausgabe der Schriften von Conrad Celtis, die er 1799 vollendete. "De vita et scriptis Conrad Celtis" konnte aber erst 1827 in zwei Bänden herausgegeben werden (Universität Freiburg). Eine Biographie beurteilt die Persönlichkeit des als Johann Andreas Klüpfel geborenen Theologen so: "Klüpfel ist so ziemlich das Gegenteil zu seinem Landsmann Pickel (Celtis). Er ist eine ausgesprochene Gelehrtennatur; sein Leben verläuft gleichförmig. Die meisten der 78 Jahre verbrachte er in der stillen Studierstube. Klüpfels Schaffen führte ihn aber auch in die Kampfbahn der theologischen Meinungsverschiedenheit. Dank seiner gewandten Dialektik - er stammt ja aus Wipfeld am Main - konnte er sich nicht bloß behaupten, sondern auch Anerkennung erwerben. Doch blieb er immer der bescheidene Mensch".
Wenn auch die Verdienste Klüpfels heute nur noch in wenigen Veröffentlichungen Beachtung finden, so hat zumindest die Gemeinde durch die Benennung einer Straße, in der sich auch das Geburtshaus Klüpfels befindet, ein kleines Zeichen gesetzt.